| So beginnt mein 1. Tag am frühen Morgen. Könnte auch woanders sein. Ist aber Cambridge. |
Es regnet, was habe ich erwartet? Es ist nass, kühl und trübe. Ein „English breakfast“ liegt hinter mir. Weiße Bohnen in Tomatensoße, zwei Scheiben Schweinefleisch, weiß-rosa, geschmacklos, eine halbe Tomate, ein Spiegelei und eine Wurst, die schmeckt als sei sie mit Sägemehl gefüllt. Dazu Toast und Marmelade, immerhin. So wird man zum Vegetarier erzogen.
Der Landlord meinte nur: Too rich for you? Yes, too rich for me. So kann man es auch sagen.
Aber ich hab es mir selber eingebrockt. Schorsch, wo ich hätte wohnen können, habe ich mit falschen Daten versorgt. Habe Februar mit März verwechselt beziehungsweise Januar mit Februar. Jetzt wohnt schon jemand in meinem Zimmer! Mein Fehler! Aber wir haben nett miteinander telefoniert. Sie hat mir ein nahe gelegenes b&b empfohlen, das ich genommen habe. Alles ein wenig klein, alles etwas pfimschig, keinTürgriff gerade, kein Fenster schließt richtig, aber nicht teuer und insgesamt ok. Ist halt England.
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| Ja, so war es. Schon ziemlich stürmisch. Das Bild ist allerdings nicht von mir. Ich kann mich ja nicht selber auf dem Schiff knipsen. Danke, STENA-Lines! |
Die Fahrt war anstrengend. Nach Rotterdam brauchte ich 3 Stunden, das lief glatt. Die Überfahrt selber dauerte 7 Stunden. Eigentlich ein sehr angenehmes, schönes Schiff, nicht so voll, entspannte Atmosphäre, viele Fernfahrer. Aber heftiger Wind/Sturm, so dass das Schiff unruhig im Wasser lag. Draußen war so ein Sturm, dass niemand an Deck war, nur in einer Ecke drängten sich ein paar Raucher, die aufpassen mußten, dass sie nicht über die Reling gepustet wurden.
Bei der Ankunft in Harwich gegen 20:00 Uhr Ortszeit, also 21 Uhr Deutschland, war es stockdunkel. Ich hämmere mir ein: links fahren, links fahren! Die richtige Abfahrt Richtung Cambridge hab ich denn verpasst, die Abfahrten sind recht unscheinbar, da muss man sich erst dran gewöhnen. Schlecht, wenn es dann so dunkel ist und man sich gerade an die vielen Geisterfahrer gewöhnt. Naja, um 22:00 Uhr war ich in Cambridge und habe mein b&b bezogen.
Jetzt ist montagmorgen und es kann richtig losgehen, Cambridge wartet auf mich!
| Die Punter haben gut Betrieb dank der zahlreichen Chinesen. |
| Ein eindrucksvolles Gebäude, morgen werde ich wissen, wie es heißt. |
Erster Eindruck: nettes Uni-Städtchen mit regem, studentischen Leben und schöner, klassischer Bausubstanz. Manche Läden um das Zentrum herum wirken ein bisschen runtergekommen, andere dafür umso origineller und bunter. Viele Ausländer, es ist kein Schaden, chinesisch zu können. Freundliche Menschen (die Cambridger), sehr höflich und offen. Viele sprechen mich auf meinen lieblichen Akzent an und sagten, dass sie schon mal in Berlin waren und es toll fanden. Ich stelle fest, sie können noch schlechter deutsch als ich englisch. Aber wir haben unseren Spaß und es ist nett.
Ich lass mich treiben und lande vor dem Tourismusbüro. Die Gruppen dürfen nicht größer als 20 Personen sein, also kaufe ich sicherheitshalber eine Karte für morgen. Guided tours with entrences in a college. In English, of course! Like the blog tomorrow.

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