Heute brachte Uschi selbstgebackene Scones mit whipped Cream und Erdbeermarmelade mit und für jeden einen Tasse Tee. Schule kann so schön sein!
Ab und zu sagt die Lehrerin auch mal was, was nicht weiter schlimm ist, denn sie ist schwer zu verstehen, weil sie leise und mit sehr hoher Stimme spricht. Aber wenn sie mal Grammatik erklärt, dann macht sie es äußerst souverän und mit viel Gefühl für sprachliche Feinheiten. Sie steht dann immer auf, stellt sich mit dem Rücken zur Wand und erklärt. Dann legen wir Schüler die Ohren an und lauschen!
Diese Lehrerin nun hat eine Freundin in Cambridge. Und als ich sie fragte, ob sie mir einen Ort empfehlen könnte, wenn ich mal nach England fahren wolle, da empfahl sie mir eben diesen.
Die Freundin, nennen wir sie Schorsch, ist so nett, mich bei ihr aufzunehmen. D.h. ich habe einen Anlaufpunkt und jemanden zum Sprechen. Schorsch ist bell-ringer, d.h. sie gehört zu einer Gruppe von Einwohnern, deren Hobby es ist, die Glocken im Kirchturm zu läuten. Ich bin mal gespannt, wie das genau abläuft, man hat es ja schon in Filmen gesehen, wo die Menschen an Seilen hängen und abwechselnd in die Höhe gezogen werden. Das Ganze sieht anstrengend aus und soll ja auch noch gut klingen.
Am Sonntag werde ich losfahren. Ich nehme das Auto, weil ich da mein Fahrrad unterbringen kann. Ich habe vor, Cambridge und Umgebung vor allem mit dem Fahrrad zu erkunden. Ich werde bis Hoek van Holland fahren (bei Rotterdam) und von dort mit der Fähre nach Harwich übersetzen. Das wird etwa 7 Stunden dauern.
Zur Vorbereitung habe ich mir den Reiseführer „111 Places in Cambridge that you shouldn’t miss“ bestellt, denn ich sehr gelungen finde. Er ist kenntnisreich und witzig geschrieben, stellt immer auf einer Seite einen Ort oder eine Sehenswürdigkeit vor, jeweils mit einem charakteristischen Fotos ergänzt.
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Das berüchtigte „Punting“. Ein Heidenspaß für alle Zuschauer, vor allem, wenn der Stocherer ins Wasser platscht.
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Heute war die vorerst letzte Lektion bei der VHS, es wird erst im März wieder weitergehen. Uschi ist dann vermutlich Au-Pair in Israel und ich habe von der Lehrerin den Auftrag erhalten, auf jeden Fall Fotos vom „Punting“ zu schicken. Das sind diese schwerfälligen Kähne, die man auf dem Boot stehend mit einem Stock durch den Fluß Cam antreibt. Wie soll ich von mir Fotos machen, wenn ich da herum stochere? Und im übrigen warten sie ja nur drauf, dass ich im Wasser landen. Das ist der Druck mit dem ich fertig werden muss!


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